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Diese Lektion behandelt die Vor- und Nachteile der Implementierung von Unterseiten und Unterordnern hinsichtlich der SEO-Performance Ihres Webprojekt.

Stellen wir uns nun gemeinsam die Frage, ob Sie eine Subdomain oder einen Subfolder verwenden sollten. Die Frage könnte sich zum Beispiel stellen, wenn Sie einen Blog integrieren wollen. Dann gibt es ja theoretisch die Möglichkeit den Blog mit einer Subdomain zu integrieren. Das heißt blog.ihredomain.com oder einen Subfolder zu machen. Also Blog als Subfolder, also ihredomain.com/blog. Hier würde ich dringend empfehlen, den Subfolder zu wählen. Da Google eine Subdomain als eigene Domain sieht. Es kann zwar sein, dass Google merkt, weil die Inhalte ganz nah beieinanderliegen, thematisch meistens, dass eigentlich die Kraft der beiden Domains zusammengezählt gehört. Das sieht man aber nur in ganz wenigen Fällen, dass das wirklich funktioniert. Also im Endeffekt sieht Google die Subdomain und die Hauptdomain dann als eigene Domains. Das heißt, alle Links die Sie zum Beispiel auf dem Blog bekommen, wenn es eine Subdomain ist, gehen sozusagen für die Hauptdomain als Kraft verloren. Ein weiterer Punkt könnte sein, dass Sie internationalisieren möchten. Das heißt, Sie überlegen womöglich Subdomains für die einzelnen Länder zu machen, zum Beispiel für England uk.ihredomain.com, für Deutschland de.ihredomain.com usw. Sie könnten natürlich auch den Weg gehen und Subfolder verwenden, ihredomain.com/de oder ihredomain.com/uk. Die bessere Möglichkeit oder bessere Lösung ist hier ebenfalls, die Subfolder Lösung. Aus demselben Grund. Sie haben so die Möglichkeit, wenn Sie alles unter .com mit Subfoldern bündeln, hier die ganze Kraft für alle Länder zu nutzen.

Wenn Sie mit Subdomains arbeiten ist wieder das Problem, dass Sie für jede Subdomain, wie für eine eigene Domain im Prinzip, für eine eigene Länderdomain, die Kraft wieder neu aufbauen müssen. Schau wir uns kurz die Vorteile und die Nachteile an. Die Vorteile eine Subdomain wären, die einfache Trennung der Inhalte. Das heißt, ich kann ganz einfach CMS Systeme oder Hosts verwalten. Wenn ich zum Beispiel auf dem Blog ein WordPress laufen haben möchte und ich habe auf der Hauptdomain ein Magento laufen oder irgendein Shopify oder irgendwas wo ich nur schwer anpassen kann, könnte es unter Umständen Sinn machen, hier eine Subdomain zu verwenden, um im Prinzip den Blog hier rein zu installieren und dann unabhängig von anderen Faktoren eben die DNS verwalten zu können usw. Das kann bei einer Hauptdomain, also bei einer Domainstruktur mit Subfoldern schwieriger sei. Im Prinzip kann ich auch hier natürlich in einem Subfolder, wenn ich Zugriff darauf habe, ein WordPress installieren. Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass ich Shopify, also ein Shopsystem betreibe, das nicht bei mir gehostet ist, habe ich keine Möglichkeit das zu tun. Hier müsste man sich aber das Gesamtkonzept einmal durchüberlegen. Im Prinzip rate ich davon ab mit Subdomains zu arbeiten. Wenn es nicht anders möglich ist, wäre das die letzte Option die ich wählen würde. Die Risikominimierung bei einem Google Penalty ist nur mehr ein minimaler Vorteil. Also das ist höchstens ein Vorteil, wenn es ein algorithmisches Penalty gibt. Wenn algorithmisch ein Penalty ausgerollt wird, dann ist es so, dass die gesamte Domain meist betroffen ist. Also wenn Sie eine .com Domain hätten, mit /de, /uk usw. würde das wahrscheinlich hier alle Länder betreffen. Wenn Sie Subdomains haben, ist dies höchst unwahrscheinlich, dass ein algorithmisches Update alle Subdomains betreffen würde. Wenn es eine manuelle Abstrafung ist, würde das im Normalfall auch nur die eine Domain betreffen.

ir haben aber schon Beispiele gesehen, wo Google einfach das auf alle Domains angewandt hat. Egal ob das jetzt länderspezifische Domains waren oder Subdomains. Google hat einfach gesehen, okay, die Domains gehören zusammen, die werden alle abgestraft. Unabhängig davon ob es jetzt Subdomains sind, die Struktur mit Subfoldern oder eigene Domains pro Land. Hier war eben ein manuelles Penalty gesetzt worden. Der Algorithmus macht das aber nicht, dass er alles abstraft. Die Nachteile, wie wir schon gehört haben, die Linkkraft zählt meist nur für die Hauptdomain. Also in dem Fall, wenn Sie die Subdomain verwenden, zählt die Linkkraft, dann nur für die Subdomain. Hier schauen wir uns noch an die Vorteile und Nachteile der Subfolder. Der Vorteil, die Linkkraft zählt für die gesamte Domain. Das heißt, die Linkkraft zählt dann auch für alle Länder. Wenn Sie jetzt eine länderspezifische Unterteilung gemacht haben, können Sie die eine Domain, also zum Beispiel eine .com Domain stark machen. Das ist ein großer Vorteil. Sie brauchen sich beim SEO nur auf eine Domain konzentrieren und wirklich nur eine Domain aufbauen, auch vom Linkprofil her. Der Nachteil ist ein bisschen ein höheres Risiko bei den Penalties. Aber da ist nicht mehr viel Unterschied. Also bei den Algorithmischen, wie wir gehört haben, können das ein Nachteil sein. Eine schlechte Trennung, wenn ich irgendwelche anderen Systeme integrieren möchte, falls das notwendig ist.